Kleinkraftwerk fürs Labor
Mit Strom und Wärme versorgt sich die Technikfachschule künftig teilweise selbst - dank eines Mini-Blockheizkraftwerks, gespendet von der Boreas Energie, einem Thüringer Unternehmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien.
GÖRMAR (ak). Wissend um die wachsende Bedeutung der Energiegewinnung aus alternativen Quellen jenseits von Öl, Gas und Kohle, bildet die Mühlhäuser Fachschule für Technik ab August als eine der ersten Bildungseinrichtungen Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt regenerative Energien aus. Profitieren werden die Lehrlinge dabei von einem neuen Gerät, einem Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) der neuen Generation.
Gesponsert wurde das Gerät von Boreas, dem auf Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien spezialisierten Unternehmen aus Ballhausen. So drehen sich auch im Unstrut-Hainich-Kreis einige von Boreas errichtete Windenergieanlagen. "Und weil wir in Zeiten schrumpfender Bildungsetats etwas für die Bildung in der Region, in der wir tätig sind, tun wollten, haben wir beschlossen, die Fachschule für Technik zu unterstützen", erklärt Projektingenieur Dietmar Lafeld.
So ging kürzlich das Mini- BHKW in der Schule in Görmar in Betrieb. Unter Nutzung des Prinzips der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt es Strom und Wärme. Dadurch können zwei Laborräume nicht nur beheizt, sondern auch mit einem Teil des Eigenbedarfs an Strom versorgt werden. "Autark ist die Fachschule damit zwar nicht, aber sie trägt einen kleinen Teil zu effizienterem und ökologischerem Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten bei", erläutert Lafeld.
Darüber hinaus ist eine sekundäre Funktion der Anlage, Unterricht und Forschung zu bereichern. So können sich die angehenden Techniker mit neuesten Technologien vertraut zu machen. "Ohne solch weitsichtige Unterstützung wäre eine fundierte Ausbildung nicht mit dieser Effektivität vorstellbar. Nur durch solche Partnerschaften ist es möglich, an neuester Technik zu unterrichten", zeigt sich Axel Friedemann, Abteilungsleiter der Fachschule für Technik, dankbar.
Ganz ohne Eigennutz laufe eine solche Unterstützung natürlich nicht ab. "Denn so leistet Boreas einen Beitrag, fähiges Personal für die eigenen Reihen auszubilden", verdeutlicht Mitarbeiter Lafeld. Schließlich werden laut Statistik künftig verstärkt Stellen im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen.
Bericht aus der Thüringer Allgemeinen Zeitung vom
14.08.2009


